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Frnznostalgie: Eine frnzige Weinachtsgeschichte aus "Aera1"


Geschrieben von: Hundslila Frnznostalgie <the-ghost-of-christmas-past@frnz.de>
Datum: Mittwoch, 24. Dezember 2008, um 02:38 Uhr


Intro:

Als jemand der schon fast akribisch wirklich ALLES archiviert, habe ich auch noch sämtliche der - oft sehr lustigen und frnzgerechten - Texte welche werauchimmer (incl. ich selbst) seit meiner "Entdeckung" unseres lieben Frnz in dessen Wohlfüehlecke gefrnzt hat...incl. jene aus der Zeit bevor die Wohlfüehlecke zwischendrin mal für einige Zeit verschwunden war.

Zum Glück hat Frnz uns eine neue gebaut (Danke, Frnz!)...aber alle alten Postings aus "Aera1" sind verlorengegangen. Gerne hätte ich ja noch hin und wieder die Archive von vor meiner eigenen Frnzzeit durchstöbert und gelesen, was so ehemalige Frnzcharaktere wie etwa "Morta Della" im Laufe der Jahre so alles lustisches und fielosofisches geschrieben ham.

Und erwähnte Morta Della - an die sich einige Altfrnzer(innen) (mindestens ein Jahr frnzalt) sicher noch als sehr einprägsame Persönlichkeit mit einer schönen Art von Humor erinnern werden - hatte auch im wesentlichen eine kleine, frnzdadaistisch-surreale Weinachtsgeschichte inspiriert, die ich damals verfaßt und gerade im AERA1-Ordner wieder gefunden habe.

Wünsche den Alt- wie Neufrnzer(inne)n viel Spaß bei der Erinnerung an vergangene Frnzzeiten bzw. beim Erstmalslesen. Hoffe es gefällt.

Ach ja: Die Insiderwitze kann man nicht alle erklären. Aber "x" und "ROEH" waren beide Achim, wenn ich mich recht erinnere. Damals gab es kurzzeitig diese Verwirrung "ROEH" wäre mit "Morta Della" identisch (man sieht ja hier nüscht wer wer is auf dem annonühmen Dunklerasen!)...der Fehler kommt in der Story noch in irgendeinem Dialog vor.

Ein Cameo von "Jessie" habe ich auch entdeckt. Sieh mal an, die war ja auch lang dabei. Genauso wie "Kakken" = "Graf Kakkula" - der offenbar die Schreibweise "den kakk ich zu" und die "Musicbox die ein Furzkissen umarmt" inspiriert hatte

Genug Intro. Der Rest ist Frnzweinachts-Dada:
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Christmas-Special: Warum es beim Windoof Media Player keine Lautstärke 55 gibt

[ FRanz Magnus WOHLFÜEHL ECKE ]

Geschrieben von Waldi Earl of Staffordshire´s Amazing History of Technology am 27. Dezember 2007 06:19:33:

Christmas-Special: Warum man den Windoof Media Player nicht auf Lautstärke 55 stellen kann
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Hallo liebe Kinder und Frohe Weihnachten!

Habt Ihr schonmal versucht den Windoof Media Player auf Lautstärke 55 zu stellen? Ich habe ja nun schon sehr oft versucht, in dieser globalerwärmten schneefreien Weihnachtszeit, das schöne Weihnachtslied "Oh Tannenbaum wie grün sind deine Zasseln?" auf Lautstärke 55 anzuhören und muß Euch sagen: das geht nicht! Da fragt man sich doch, woher das wohl kommt.

Also habe ich in einem frnzgerecht blumenbunten Psilocybintraum die ganze Welt meines eigenen Unter und Bewußtseins bereist um mal für Euch zu recherchieren, warum das so ist. Und hier ist was ich herausgefunden habe.

Am 5.5.1955, als Adenauer gerade den Pariservertrag mit der Russischen Kautschukindustrie unterzeichnete, zwecks Errichtung eines gleichsam contraceptiven wie antiviralen Schutzwalls, (und daraufhin vom Papst und Schaafrichter Afrikas exkommuniziert wurde), erfand Doris Day´s leibeigener Friseur und Hobbyerfinder Levi Strauss eine Weichware für Heimcomputer, mit der man Musik und via Mikro aufgezeichte Fürze abspielen konnte.

Da aber ein böser Zebradompteur, der sich zur Ruhe gesetzt hatte, dem Levi in einem Akt bewußter Täuschung vor einer Weile eine schlecht sitzende Hose für 55$ verkauft hatte und der Levi dadurch seinen Glauben an die Menschheit gründlich verloren hatte, wollte er an diese Zahl nie wieder erinnert werden und programmierte das Programm so, daß man alle Lautstärken, wie zum Beispiel die 77 einstellen konnte, nicht aber die 55. So nahm das Unheil seinen Lauf.

Wie aber kam das fehlerhafte Programm unters Volk? Das ist eine lange Geschichte.

Sie begann damit, daß Levi´s junger Freund, der Apfelzüchter und Hobbytechnokrat Stevie ihm in der Doppelgarage seiner Eltern einen Mikrochip manufaktierte, der dieses Programm enthielt und ihm das Ding zu Weihnachten schenkte. Levi war so gerührt von dieser unerwartet netten Geste, daß er den Chip fortan in der Gesäßtasche seiner unbequemen schwarz-gelb-gestreiften Zebradompteurhose mit sich trug, als Gemahnung daran, daß die Menschen vielleicht doch nicht alle so schlecht und trügerisch sind.

Er gab dem Chip den schönen Namen 260748 und erzählte allen die es mehr oder weniger oder meist garnicht wissen wollten voller Stolz, daß das ein sehr moderner, computermäßiger Name sei. In Wahrheit aber war es nichts anderes als seine Telephonnummer. Levi empfand keine großen Skrupel bei dieser Täuschung, war er doch von den Menschen alles in allem noch immer bitter enttäuscht, seit man ihm diese schrecklichen Hosen verkeuft hatte, die nie so richtig paßten und nun zwickte ihn auch noch ständig der Chip durch den dünnen Baumwollimitatstoff hindurch. Das hatte er nun von seiner großartigen Erfindung, für die sich nie jemand so richtig interessiert hatte, da man damals Musik und Fürze lieber live anhörte oder in hölzernen Radios mit Chromknöpfen.

Und es begab sich zu dieser Zeit, daß ein schelmiger Knabe und Möchtegernkapitalist Levi im Schampoolabor seines Friseursalons aufsuchte und ihn bat, einen Auftrag über die Produktion von "irgendwas das man den Leuten für Geld verkaufen konnte" anzunehmen. Darüber war Levi sehr entrüstet und sprach mit unterschwellig zorngesättigter Stimme:
"Ich habe mit der Menschheit abgeschlossen und werde mein Talent nie wieder prostituieren! Nicht für alles Geld der Madison Avenue!"

Der geldgeile Gauner aber hatte über seine wohlunterrichteten Abwasserkanäle alles über Levi´s Trauma in Erfahrung gebracht und sagte sich: "den kakk ich zu mit meinem Jeld".
Er bot dem Levi 55$ an und meinte, wie beiläufig, vielleicht wäre das doch eine Art ausgleichende Gerechtigkeit, da er ja vielleicht einmal etwas schlechtes für soviel Geld gekauft hätte und wenn er nun diese Summe annehme, dann wäre doch alles wieder gut. Da wankte Levi (unter anderem weil er gerade hakkedicht war) und sagte zu.

Nach einigen mißglückten (Flug-)Versuchen mit LSD-haltigen Weihnachtsplätzchen hatte Levi plötzlich eine glorreiche Idee. Er befaßte sich intensiv mit Textildesign und schaffte es schließlich, eine Hose zu entwerfen die perfekt paßte und aus so dickem Stoff geschaffen ward, daß er den Chip in der Gesäßtasche tragen konnte, ohne daß dieser an seinem Hintern kratzte. Auf die Hosen ließ er den Namen des Chips aufdrucken, der ja auch - Ihr erinnert Euch - der Name seiner Telephonnummer war, die er sich immer so schlecht hatte merken können. Damit hatte er sich einen tragbaren Muliübergang gebaut und so zwei unschuldige Fliegen mit seiner großen Klappe geschlagen.

Leider erwies sich diese Nummer als nicht sehr verkaufsfördernd, da die als leicht exzentrisch angehaut bekannte Zielgruppe der Hosenträger(innen) die Zahl recht dummdoof fand und so änderte er die Nummer ziemlich willkürlich in 501.

Zuerst störte es Levi nicht besonders, daß das ja garkeine echte Telephonnummer war; zumindest keine ihm bekannte. "Die Menschheit will ja betrogen sein", sagte er sich, denn die Verkaufszahlen seiner neunumerierten Hosen schossen in ungeahnte Höhen.

Aber um die nächste Weihnachtszeit wurde es dem Levi sehr besinnlich und melancholisch ums Herz und er aß ein paar zuviel seiner selbstgepanschten Plätzchen. Das hätte er nicht tun sollen. Im Rausch kam er auf die Schnapsidee die Nummer 501 mit sämtlichen möglichen in- und ausländischen Vorwahlen durchzuprobieren und wurde im Auftrag einer seiner frei und unwilligen Telephonstreichrezipientinnen von einem dicken Mann auf einem kakerlakenrosa Damenrad erschossen.

Ein berittener Gauner klaute den Chip aus der Gesäßtasche des sterbenden Ausnahmelebenskünstlers und machte sich auf seinem Gaul über den Acker davon. Leider hatte er nur die überholte Englische Reitweise gelernt und wurde so von dem genervten Gaul kurz darauf abgebockt. Kopfüber steckte er im schneematschbedeckten Ackerschlamm und erstickte so lange bis das Leben aus ihm wich.

Da kam ein Bauer mit großen gelben Gummistiefeln daher, fand den Unglücklichen und in seiner leichenstarren Gichtklaue den Chip.
"Ei! was ist das für ein wunderlich Ding!", rief er aus.
Er nahm den Chip an sich und zeigte ihn zuhause seiner Frau, der Ilsebill. Die wußte ja nun auch nicht wie man soetwas zubereitet oder in welchem Boden man es einpflanzen könnte, auf daß es gedeiht.

So blieb der Chip einige Tage auf dem bäuerlichen Küchentisch liegen und lag da noch als der Bauer am Heiligen Abend seine treuen Gehilfen zu sich ins Hause kommen lies um ihnen für die harte Arbeit des bald vergangenen Jahres herzlich zu danken.
"Durch Eurer Hände Arbeit ist alles prächtig gewachsen", sagte der Bauer zum versammelten Personal. "Und um Euch stets daran zu erinnern, daß die Dinge nur wachsen wenn man ordentlich Hand anlegt, schenke ich Euch allen eine biologisch korrekte Wurst!"
Da funkelten aller Augen und sie jubilierten mit Ihren Würsten in den Händen und eine Magd steckte sie gleich in den Mund und alle waren glücklich und froh.

"Herrjeh!" rief plötzlich ein junger Knecht (einer von denen die einen dieser Furzfroschklingeltöne auf dem "Hääändi" haben), erhob feierlich seine Wurst und zeigte mit beiden Händen auf den Mikrochip, der im Kaminfeuer blitzend auf dem Küchentisch lag. "Was issn das für ein geiles Teil?!"
"Das weiß der Geier", sagte der Bauer. "Doch seit wir das ganze Gammelfleisch an die Gebrüder Albrecht verkauft haben, kommen ja hier keine Geier mehr vorbei."

Mit begeisterter Verzückung in der Knabenstimme erklärte der Knecht dem Bauer in blumigen Worten was man mit so einem geilen Teil alles machen tun kann wenn man es in einen Heimcomputer hineintut. Vielleicht sogar CS spielen, wie etwa Counter Strike oder Cyber Sex. Da war der Bauer baß erstaunt.

Wenn ich dieses Heimcomputerding verkaufe, sagte sich der Bauer im Stillen, kann ich sicher viel Geld dafür bekommen. Dann könnten meine Kinder auf eine bessere Schule gehen als ich, zum Beispiel zu den Hexen von Salami oder auf Schloß Turtelfroh, wo sie schon die Coedifikation eingeführt haben. Oder gar auf die Unität und später mal Landwirt werden statt nur Bauer, wie alle ihre Ahnen vor ihnen.

Jeden Morgen der folgenden Tage ging der Bauer auf die Weide, vertiefte sich in seine Arbeit und dachte Schaf nach wo die Leute wohl soetwas modernes wie einen Computer in ihrem Heim haben mögen. Anfang des neuen Jahres kam ihm die Erleuchtung.
"Nur nichts überstürzen" sagte sich der Bauer. "Gutding will Weiler haben". Das ganze vergangene Jahr hatte der Bauer nämlich schon versucht dem Herrn Gutding einen Hund zu verkaufen; aber erst zu Weihnachten war dieser in Kauflaune gekommen und hatte ihm das Hündchen abgekauft, damit es auf seine Teiche mit den Japanischen Buntfischen aufpassen möge. So entschloß sich der Bauer, erst zur nächsten Weihnacht zu versuchen, den Chip zu verkaufen.

Als dann die Weihnachtszeit nahte, reiste er auf seinem Eselein nach Berlin. Doch die Leute dort mochten ihm einfach nicht zuhören. Alle waren so vom Geiste der schönen Weihnachtszeit beseelt, daß ihre Augen ganz groß waren und funkelten und die Alten als wie die Kinderlein umhersprangen und -hüpften. Sogar vom wenigen Schnee hatten sie sich etwas aufgehoben und trugen es in kleinen Tütchen mit sich, machten mit Rasierklingen kleine Skifahrerspuren auf kleinen Taschenspiegeln und zogen sich die kühlen Flöckchen in die Nasen um das dort gar so weit verbreitete Nasenbluten zu stoppen.
Niemand wollte den Computerchip kaufen. Der Bauer war ratlos und traurig. Hunde mit Kippohren sahen ihn betrübt an und Frauen mit großen Stiefeln versuchten ihn zu trösten. Aber der Bauer wollte mit seinem Gram alleine sein.

Inzwischen war es Nacht geworden. In einem dunklen Park bemerkte der Bauer einen e i n s a m e n und ebenso traurig wirkenden Herrn, der über Konstruktionspläne gebeugt alleine auf einer Bank saß. Es war der bettelarme Berliner Reeder Herr Della, der über die Zeichnungen seiner schönen Schiffe sinnierte um herauszufinden, wo denn nun der Fehler liegen möge, warum niemand seine Schiffe kaufen mochte. Böse Zungen dichteten ihm ein Standortproblem an, sagten ihm nach, er hätte seine Werft doch etwas zu wenig nahe ans Wasser gebaut und es wäre ja schon etwas schwierig die Schiffe von Berlin nach Hamburg zu bringen, damit man sie zu Wasser lassen konnte. Doch Herr Della hatte überhaupt nicht vor umzuziehen, gefiel es seiner Familie doch sehr gut in Berlin.
"Oh, meine arme Familie", seufzte Herr Della, senkte sein Haupt und begann bitterlich zu weinen.

Da war der Bauer ganz ergriffen und sprach: "Guter Mann. Was ist euch, daß ihr in dieser Hochheilig´ Zeit so schwer die Last des Lebens traget?"
"Ach!", entfuhr es dem Herrn Della. "Edler Bauersmann. Meine Not ist groß. Ich habe nicht einmal ein Geschenk für mein liebes Töchterlein. Alleine sitzt sie daheim vor ihrem Computer und betreibt im Internetz dadaistische Konversation mit merkwürdigen Leuten, die sich nach Farben nennen die ein Mensch noch nie gesehen, der nicht die richt´gen Pilze aß."

Da weinte der gutherzige Bauersmann grad einher und es öffneten sich sein Herz, das schon mehr als fünf Bypässe hinter sich hatte, und die Türen seiner Wahrnehmung und schließlich auch die Tasche seiner Bauernhose und er nahm heraus den Chip mit seiner von der Feldarbeit geschundenen Hand und gab ihn dem armen Reeder.
"Für ihr Töchterlein zur Weinacht", sagte er.

Da ward Herr Della gebeutelt wie ein Gummihuhn von einem Jack Russell Terrier vor lauter Freude und Dankbarkeit und er gab dem noblen Bauer einen dicken Kuß bis ein Gendarm im grünen Rock daherkam und sagte das ginge ja nun auch nicht, so in aller Öffentlichkeit, und sie verabschiedeten sich und wünschten sich Gottes Segen immerdar.

Ei, war das eine schöne Bescherung im Hause Della, als Töchterlein Morta mit den glänzenden Äugelein eines wachen Geistes den Chip auspackte und Vat- und Mutter herzlich liebdrückte. Doch bald schon wurde unsere gute Morta sehr nachdenklich, als sie da unter dem ärmlichen styroporkugelbehangenen Osterstrauch saß.

"Was ist dir, meine Tochter?" fragte Herr Della besorgt. "Ich hoffe Du bist nicht zu sehr enttäuscht über dieses kleine glitzernde Computerding das Du bekommen hast, aber sieh: es ist alles das ich dir dieses Jahr schenken konnte."
"Aber nein, liebster Papá", erwiderte das gute Kind. "Es ist nur...nun, ich denke an die vielen Menschen mit Computers, denen es an diesem Tage noch schlechter geht als uns. Ich selbst benütze meinen Computer ja nur um lustige Dinge im Internetz zu posten, in des Frnz Magnus Wohlfüehlecke. Und wenn mich auch manch dummdoofer Hund dort in seine erbarmungswürdigen Weihnachtsstories einbaut, so fürcht´ ich kein Unbill, denn ich bin eine lustige Internetzpersönlichkeit par excellence und kann mich janz nett darüber amusieren, wa?
Nun denke ich mir so: Der Frnz hat vor einer Zeit eine wunderschöne blumige Homepage gebaut - nach dem Verzehr so eklig schmeckender Pilze die er auf einer Koppel mit taumelnden Pferden gesammelt hatte - und er hat trotzdem immer noch keine Frau und keinen Auftrag als Blumengärtner bekommen...und ich möchte gerne diesen Chip an ihn weiterverschenken, da er sicher wundervolles damit anzufangen weiß, das uns allen das Herz erwärmt und Friede in unseren Tagen bringt."

Da war der Herr Della sehr stolz auf sein Töchterlein und nahm es in den Arm und sprach: "Der große Baumeister hat ein prächtig Werk an Dir vollbracht als er Dich in diese garstige heidnische Welt setzte und dafür werde ich ihm auf der obersten Spitze der Cheopspyramide eine Zebrastute als Opfer darbringen."
"Fein, Papá", sagte da das fromme Mortalein und tat wie es entschlossen.

Der Frnz staunte nicht schlecht als er kurz darauf ein bonbonfarbenes Päckchen auf dem Postwege erhielt und den Chip auspackte, hatte er doch sonst nur Tand wie Kaleidoskopbrillen und silberne Telephonwähler geschenkt bekommen. Doch so richtig anfangen konnte der Frnz nichts damit. Wohl wußte er, daß soetwas zu einem Computer gehört, doch er hatte kein Kabel um es anzuschließen und so legte er den Chip erstmal auf das Gehäuse und wartete vergeblich was nun geschah.

So ging es mehrere Tage und nachdem Frnz nicht in Erfahrung bringen konnte was mit dem Chip zu tun sei, faßte er sich ein dunkelrosafarbenes Herzicon.gif und rief die Morta an.

"Libe Motra", sagte der Frnz. "Es thut mir seh leit, awer isch hab noc imer nischt heraugfeunden wi man mit den Schipp macht. Isch habb schno x angeruft aba x sackt imer nu so Dingge von dadadaismuss und wier müsden an eien dursch das Teater ernüchtertten Sin des Leben klauben wo sisch der mench noch enverschroken dessen gemächtigt wass noch nischt jez xistirt und es bohren läst".

"Ja det kannste lood sagen."

"Unt x sag das ißt ein Zitad vom R2. Und da hab isch gedacht x müst es doch wisen wi es mit den Schipp gäht, weil R2 is doch ein Robboter und di esen doch auh Shipps."

"Glmph!!! "ARTAUD", MANN!!"

"Wah der Mann nischt der C3PO?und R2 wader rolende Apfalleimer?"

"Ohwehowehoweh...."

"Dan hab ich ROEH angeruhfen abe isch vrsteh imer nur jedes sweite wott weil mein denglisch ist nischt so gutt und...

"Hihi, selbe Person anderes Format. Das war auch ich. Denn, siehst du, wer mehrere Leute ist, der ist nicht ganz so alleine."

"Aha. Narr sowas. Ja, das haten wir selbs früeher auchmal."

"Ja, so ist das. Am Ende des Tages ist die ganze Welt eine Comedy und wer das nicht versteht ist mindestens vier- bis sogar siebenfach doof."

Da lachten und kicherten sie beide fröhlich und sie buhken die Cannabisplätzchen und den Speckulazius und die Anchovies und die geschnetzelten Zebrae und den Biobakterienyoghurt und es war viel Feude in ihren Reihern, denn es wurde extrem weihnachtlich bis zur Magenverstimmung.

"Abre was isd den jetz mit dem Schipp?", fragte schließlich der Frnz.

"Nun, der muß natürlich hardwaremäßig in den Computer rein. Über´s Internetz kannst du ihn ja nun nicht einführen, deinen winzig kleinen Chip. Da kommst du zu keinem sehr befriedigenden Ergebnis, wa?"

Der Frnz dachte lange über diese Worte nach. Dann plötzlich hatte er eine Eingebung. Er erinnerte sich, daß er einmal aus Versehen den Wasserglashalter am Computer ausgefahren und somit erstmals entdeckt hatte. Das tat er nun wieder. Er legte den Chip darauf, drückte das Knöpfchen und so fuhr der Chip mit in das Gehäuse. Frnz hatte es geschafft! Der Chip war in dem Computer drin! Doch Frnz konnte einfach nichts finden, das sich seither verändert hatte, so sehr er auch suchte und auf alle Tasten drückte.

"Isch brauch Hülfe vom einen D r e c k sperten", sagte er sich und brachte den Computer zu "Attila & Co", von dem schließlich alle, die etwas davon verstanden, sagten, daß das der höchst inkompetenteste Händler in der Stadt sei. Das klang sehr überzeugend und fachterminal in Frnzns Ohren.

Der doofe Händler behielt Frnzns Computer erstmal dort, da er nicht ganz schlau aus den präzisen Schilderungen unseres lieben Frnz wurde. Und als er später eine CD einlegen wollte um ein Programm zu installieren, das Fehler finden sollte (wie z.B. Ob Microweich-Weichware drauf ist), da fand er - eiderdaus! - den Chip, der noch immer auf der nun herausgefahrenen Wasserglasablage lag.

Neugierig baute er den Chip ein und fuhr gespannt den Computer hoch um zu sehen, was sich da wohl getan hatte. Leider lenkte ihn ein Kunde ab, der sich darüber erboste, daß sein Monitor immer von selbst blau wird, obwohl er doch einen wiesengrünen Hügel zeigen sollte. So entging dem Mann, daß nun in neues Icon - in Form einer alten Musicbox die ein Furzkissen umarmt - verlockend auf dem Desktop prangte.

Und während der Verkäufer noch mit dem Kunden sprach, kam eine sehr grießgrämige Verkäuferin daher; eine von denen, die zum Lachen in den Heizungskeller gehen. Der gefielen die schönen bunten Blumen und Herzchen, die der Frnz auf seinen Computer gemalt hatte, nicht und sie stellte ihn erstmal auf einen anderen Tisch. Just zu diesem Moment sah sie den nachtaktiven Tagedieb und Kunstschänder Hundlieb Blumenbunt - von dem stadtbekannt war, daß er von Tuten und Blasen nur zur Hälfte und das auch nur in passiver Form eine Ahnung hatte - den Laden betreten.

"Ei, dieses Mamabübchen von einem einfältigen Pinsel", zischte sie zu sich selbst. "Dem verkaufe ich jetzt diesen abscheulichen Computer."
Gesagt, getan.
Der Hundlieb war so angetan von den bunten Blümelein und Herzelein, daß er nicht lange fackelte (er fackelte in letzter Zeit eh weniger, da er schon zuviel in seinem Leben versehentlich angezündet hatte) und kaufte den Computer mit den Worten: "das ist ja so schön als wie beim Frnz auf der blumigen Website."

Daheim spielte der Hundlieb freudig an seinem neuen Computer herum, schrieb ein paar irrwitzige (mehr irr als witzige) Texte und entdeckte schließlich das Icon das Levi´s Weichware aktivierte. Bald schon fand er heraus, daß man damit Musik und aufgezeichnete Blähungsgeräusche abspielen konnte und war ganz entzückt.

Nun baute unser Hundlieb selbst Websites und schrieb so dies und das und baute irgendwelche Bilderchen am Computer und hörte dabei zur Inspiration schöne Töne mit Levi´s Programm. Er hätte die Weichware ja mit anderen geteilt, aber er merkte schon sehr bald, aufgrund seiner zwangsneurotisch-zahlenmystischen Fixierung, daß man die Lautstärke nicht auf 55 stellen konnte und so behielt er das fehlerhafte Programm für sich.
Leider war er aber auch ein unheilbarer Frnzfan, dessen Liebe zur Wohlfüehlecke garkein Ende mehr nahm oder auch zwei und so war er stets online. Und ebendies sollte der computerabhängigen Welt zum grauenvollen Verhängnis werden.

Jemand hatte nämlich über unseren eigentlich ganz harmlosen Hundlieb verbreitet, er würde Post versenden in denen ganz ganz böse, grauenvolle Dinge stehen wie "gell isch hab Disch gelle gern" und so begab es sich, daß jemand mit guten Connections zu Hackers seinen Computer über´s Internetz a u s s a u g e n lies, nur um zu sehen ob Photos von Clowns auf der Festplatte sind, was grundsätzlich ein sehr, sehr klares Zeichen dafür ist, daß man es mit einem kannibalistischen Serienkiller zu tun hat.

Allerdings geriet auf diese Weise auch Levi´s Programm in die Fänge der Hackers und deren Auftraggeber. Die waren ganz begeistert davon am Computer erzeugte Musik jetzt auch von nem Computer abspielen lassen zu können und dachten sich, daß andere das ja auch toll finden könnten. Also brannten sie das Programm auf CDs und schenkten jedem ihrer Kunden, der mehr als drei Gramm Opium käuflich erwarb, als kundenbindende Maßnahme eine dazu.

So manch einer der Kunden merkte wohl, daß man die Lautstärke nicht auf 55 stellen konnte, aber sie gingen dann doch alle sehr, sehr entspannt damit um und sahen von jedweger Reklamation ab. Auf einmal florierte das Geschäft der Jungens mehr denn je und sie hatten ganz, ganz viele neue Kunden und Freunde die sie garnicht mal persönlich kannten und alle wollten eine CD mit dem wundervollen Programm haben. So geriet das fehlerhafte Programm unters Volk.

Dies kam auch Bill Gates zu Ohren und er kaufte für 5$ die Rechte, gab das Programm als seine Erfindung aus und nahm fünf Minuten nach Distributionsstart, kurz vor Weihnachten, 55 Trillionen Dollar ein.

Beim X-mas-Shopping mit großen S c h w e i n e n fiel dann soviel Kleingeld an, daß es dem Herrn Gates fast die nerdigen Karohosen auszog und, weil ja schließlich Weihnachten vor der gepanzerten Tür stand, kaufte er davon einem Obdachlosen einen 112er Bugatti in Automechaniker(innen)arbeitskleidungsblau.

"Damit sind sie jetzt mobil und können zur Arbeit fahren", sagte er mit wohlwollender Froschstimme zu dem armen Mann, der ihn etwas verwundert ansah.
"Aber...aber...ich habe garkeine Arbeit, lieber Herr. Ich bin arm, alt und kontaktarm und niemand gibt mir eine Chance."
"Na, dann fahren sie eben so lange und so weit bis sie irgendwo eine Arbeit finden. Und was ganz, ganz wichtig dabei ist: Sie müssen mit Computers arbeiten! Dann werden sie gut bezahlt und davon kaufen sie meine Weichware, damit ich meinen armen Kindern zur nächten Weihnacht neue Skier kaufen kann und neue Flugzeuge, damit sie nicht zu Fuß nach Aspen laufen müssen."

Das begriff der arme Obdachlose und seine Augen begannen zu glänzen vor Rührung und Dankbarkeit. "Danke, lieber Herr! Ich danke ihnen von ganzem Herzen! Das ist der Geist der Weihnacht!"
"Oh nein", sagte milde der liebe Herr Gates mit noch glänzenderen Augen. "Das ist noch viel, viel mehr als das. Das, lieber Freund, ist Kapitalismus."
Da kam der Geist des Weihnachtsgeschäftes vollends über den armen Mann und er sagte tief ergriffen: "Danke, daß sie mir die Warenbedeutung von Weihnachten gezeigt haben! Und Gott gebe uns alle seinen Segen!"

So sag´ ich nun auch: Frohe Weihnachten, liebe Kinder! Und ein ekstatisch gutes Neues Jahr Euch allen!

Euer,
Waldi Earl of Staffordshire


  • Kein Xmassong aber lief damals... + heute erst recht


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